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6769 Parkinson-Patienten in Kliniken

München (dpa/lby) – Immer mehr Parkinson-Patienten kommen in Bayern ins Krankenhaus. Im Jahr 2016 wurden 6769 Betroffene stationär behandelt, im Jahr 2015 waren es 6577 gewesen, wie das Gesundheitsministerium anlässlich des Welt-Parkinson-Tages am 11. April mitteilte. Aktuellere Zahlen lagen noch nicht vor. Besonders häufig sei ein Klinik-Aufenthalt bei Patienten ab einem Alter von 70 Jahren nötig.

Parkinson setzt meist zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr ein. Männer erkranken etwas häufiger als Frauen. Bislang gebe es keine Möglichkeit, das Parkinson-Syndrom zu verhindern oder vollständig aufzuhalten, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). «Es ist wichtig, schon bei ersten Anzeichen auf Parkinson zum Arzt zu gehen. Zwar ist diese Krankheit nicht heilbar, aber wenn sie diagnostiziert und ihr Verlauf genau von Spezialisten beobachtet wird, lässt sie sich meist mit Hilfe von Medikamenten über viele Jahre beherrschen.»

Parkinson bedeute dank verbesserter Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten nicht mehr das Ende eines selbstbestimmten Lebens, betonte Huml. Neben Medikamenten, die vor allem den fehlenden Nervenbotenstoff Dopamin ersetzt, sind zur Therapie begleitende Maßnahmen wie (Neuro-)Physiotherapie und Logopädie möglich. Auch Krankengymnastik und Schwimmen seien hilfreich, weil damit Muskeln und Gelenke beweglich erhalten werden. Bei bestimmten Patienten können sogenannte Hirnschrittmacher die Beschwerden lindern.