80 Sozialstunden wegen Fahnenflucht

Weil er nicht beim Bundeswehrdienst erschienen ist, muss ein inzwischen 19-jähriger Neustadter 80 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Das berichtet das Coburger Tageblatt. Der junge Mann hatte sich im Alter von 17 für neun Jahre zum Bundeswehrdienst verpflichtet, war dann aber öfter nicht zum Dienst erschienen. Anwalt Christian Müller rechtfertigte die Taten des jungen Mannes damit, dass dieser nicht gewusst habe, worauf er sich einließ. Die Staatsanwaltschaft forderte 160 Sozialstunden, da der Neustadter schon mehrmals straffällig war und daraus nichts gelernt habe. Der Richter sprach den Angeklagten schließlich in zwei Fällen der Fahnenflucht schuldig und stellte ihm für sechs Monate einen Betreuer zur Seite.