Ammoniak-Unfall: Haus noch bewohnbar?

Nach dem Austritt von Ammoniak gestern (10.4.) in Lichtenfels muss ein Sachverständiger klären, ob und inwieweit das Haus überhaupt noch bewohnt werden kann. Die Feuerwehr war bis heute früh im Einsatz. Sie konnte mit ihren Gefahrguttrupps das Ammoniak mit einem speziellen Bindemittel binden. Dann musste das Haus längere Zeit belüftet werden, um die verdunstete Chemikalie aus der Luft zu filtern. Die gefährliche Substanz war aus einem alten Kühlschrank ausgelaufen, der bei Renovierungsarbeiten aus dem Keller geräumt werden sollte. Arbeiter versuchten, mit einem Trennschleifer die Schrauben abzuschneiden, mit denen der Kühlschrank am Boden befestigt war. Dabei beschädigten sie eine Leitung, und das Ammoniak spritzte einem Arbeiter ins Gesicht. Der 43-jährige und zwei Mitarbeiterinnen der Bäckerei im Haus wurden leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Außerdem evakuierte die Feuerwehr eine schwangere Frau und einen Dreijährigen aus dem zweiten Stock.