Der neue Flugplatz für Coburg – Der Regionentalk

Anlässlich unseres Talks hat uns untenstehende Kritik erreicht. Hier unsere Antwort auf die Vorwürfe, die wir Herrn Wolf haben zu kommen lassen:


Sehr geehrter Herr Wolf,

auch wenn Sie uns – als die beteiligten Medien – nicht direkt angeschrieben haben, hat uns die Kritik der Bürgerinitiative „Kein VLP zwischen Neida und Wiesenfeld“ vom 31. März 2015 erreicht. Leider haben Sie im Vorfeld nicht den Kontakt zu uns gesucht. So hätten sich einige Missverständnisse aus dem Weg räumen lassen. Als zuständiger Redakteur des Funkhauses Coburg nehme ich aber gerne Stellung, denn das gehört sich so in einer Demokratie.

Wie bei den Regionentalks „Auf den Punkt“ üblich wird es zwei Gruppen von Gesprächspartnern geben. Zum einen das Podium „auf der Bühne“. Hier wollen wir mit einem der Initiatoren des Bürgerbegehrens, dem Meederer Bürgermeister Höfer, Unternehmer Schumacher und Landrat Busch ins Gespräch kommen. Hintergrund ist, dass es uns in erster Linie um den anstehenden Bürgerentscheid geht. Dafür scheinen uns die Initiatoren des Bürgerbegehrens sowie der Kreistags, der das Ratsbegehren gestellt hat, die richtigen Gesprächspartner zu seien. So haben wir jeweils einen Vertreter eingeladen. Da es bei dem Entscheid um die Mitfinanzierung eines neuen Flugplatzes durch den Landkreis geht sitzt mit Herrn Schumacher ein Vertreter der an der Projektgesellschaft beteiligten Unternehmen auf dem Podium. Denn diese Gesellschaft muss das ausfallende Geld ja irgendwie aufbringen. Wenn der Landkreis aber weiter an der Finanzierung beteiligt bleibt, wird das auch Auswirkungen auf die Gemeinden haben, daher soll auch ein Landkreisbürgermeister in dieser Runde seinen Platz finden. Erlauben Sie uns, dass wir mit Herrn Höfer gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. So haben wir jemanden, der zusätzlich noch die befürchteten Auswirkungen aller Art durch einen Verkehrslandeplatz auf seine Gemeinde schildern kann.

Die weiteren aufgeführten „Befürworter“ sind – ganz richtig – beruflich voreingenommen. Daher werden sie auch nicht in der Gesprächsrunde auf dem Podium Platz nehmen, sondern sitzen in der ersten Reihe und werden bei speziellen Fragen mit eingebunden. Für vertragliche Fragen rund um die Projektgesellschaft, genauso wie zur geplanten Nutzung des Verkehrslandeplatzes wird Prokurist Bartsch Auskunft geben können. Da ich kein Berufspilot bin, kann ich nicht einschätzen, was es heißt mit einem Jet auf der Brandensteinsebene zu landen, daher die Einladung an Herrn Wanjura. Ebenfalls scheint es uns fair auch den AeroClub e.V., als einen der Hauptnutzer der Brandensteinsebene, zumindest eingeladen zu haben.

Natürlich ist uns bewusst, dass ein Flugplatz beziehungsweise ein Verkehrslandeplatz einen Einfluss auf die benachbarte Landwirtschaft hat. Daher haben wir Herrn Schreiner angefragt. Für den Tippfehler bei dem Namen „Schneider (???)“,den ich den Kollegen des Coburger Tageblatts übermittelt habe, habe ich mich bei diesen schon persönlich entschuldigt.

Ausführlich möchte ich noch auf die kritisierten Vorgaben für einen Vertreter der Initiatoren des Bürgerbegehrens eingehen. Ich habe oben schon geschildert warum wir auf diese Gruppierung abgezielt haben. Zum anderen hatte ich schon persönlichen Kontakt zu Frau Wohnig im Rahmen eines ausführlichen Interviews über die Unterschriftensammlung. Hier erschien sie mir als kompetente Ansprechpartnerin, die die Sache des Bürgerbegehrens voller Überzeugung vertritt. Das Angebot Herrn Raabs mitzubringen haben wir ausgeschlagen, weil wir nur einen Platz für das Bürgerbegehren sowie einen für das Ratsbegehren vorgesehen haben. Allerdings war ich Ihr für das Angebot weitere Gesprächspartner für die Expertenrunde zu benennen dankbar: „Sie [können] gerne weitere Experten für die erste Reihe vorschlagen, wenn diese einen neuen Aspekt der Runde hinzufügen können. Ich möchte gar nicht ausschließen, dass wir einen Aspekt übersehen haben.“ Denn gerade bei einer Sendung, die Live-On-Tape aufgezeichnet wird, kommt es darauf an, die alte Weisheit „Es wurde alles gesagt, aber bloß noch nicht von jedem“ zu verhindern. Im weiteren Mailverkehr habe ich auch klargestellt, dass die Initiatoren des Bürgerbegehrens natürlich freie Wahl haben, welchen Gesprächspartner sie benennen. Der von Ihnen zitierte Satz: „Kreistagsmitglieder werden nicht zugelassen“ ist so weder wörtlich noch inhaltlich gefallen. Vielmehr antwortete ich Frau Wohnig: „Wer die Ziele des B[ürgerbegehrens]/B[ürgerentscheids] am besten vertreten kann, ist natürlich Ihre Entscheidung. Das kann auch ein Mitglied des Kreistages sein. Aus unserer Erfahrung ist ein „normaler“ Bürger, der sich wegen der Planungen berufen fühlt politisch aktiv zu werden, der interessantere Gesprächspartner.“

Die weiteren Bürgerinitiativen samt der Vereinigung „Bürger für ihre Region gegen den neuen Verkehrslandeplatz“ haben wir nicht eingeladen. Insofern sind Sie richtig informiert. Denn wie schon bei der Besetzung des Podiums erwähnt, geht es beim Bürgerentscheid nicht um ein „Ja“ oder „Nein“ zum Flugplatz, sondern nur um die Frage nach einer weiteren Mitgliedschaft des Landkreises Coburg in der Projektgesellschaft Verkehrslandeplatz Coburg und damit eine Mitfinanzierung des Neubaus sowie des Betriebs durch den Landkreis. Als neutrale Medien sehen RadioEINS, das Coburger Tageblatt und iTV Coburg es als unsere Pflicht an, die Landkreisbürger gründlich darüber zu informieren, was ihr Kreuz am 14. Juni konkret bedeutet. Dabei darf ich aus meinem Radiobeitrag vom 20. Februar 2015 zitieren: „Die über 8000 Unterschriften für das Bürgerbegehren zeigen aber, das Thema bewegt die Menschen in unserer Region. Es ist das beabsichtigte politische Signal.“ Daher können wir auch die weitere Kritik an der generellen Berichterstattung über das Projekt nicht nachvollziehen. Bei einem Blick in die RadioEINS-Archive habe ich zahlreiche Nachrichten mit Informationen der Bürgerinitiativen gefunden. Außerdem ist in den weiteren Nachrichten erwähnt, dass es Kritik von verschiedenen Seiten am Neubau gibt.

Wir wissen, dass ein Flugplatz beziehungsweise Verkehrslandeplatz in der Nachbarschaft ein emotionales Thema ist. Daher werden wir vor dem Regionentalk, wie bei allen vorangegangenen Ausgaben, Einspielerfilme produzieren, die verschiedene Aspekte der Diskussion aufgreifen.

Gestatten Sie mir noch ein Wort zum erwähnten Beitrag bei TV Bayern. Ein Beitrag der schon in der Anmoderation das Coburger Projekt mit einem Regionalflughafen mit Linienverkehr gleichsetzt will nur provozieren.

Ich kann Sie – wie schon Frau Wohnig und weitere interessierte Bürger – nur bitten unserer Erfahrung mit solchen Gesprächsrunden – auch bei heiklen Themen – zu vertrauen. Im Namen aller beteiligten Medien kann ich Ihnen versprechen, dass Objektivität und Ausgewogenheit unser oberstes Gebot sind.

Mit freundlichen Grüßen
Constantin Hirsch
Redakteur Funkhaus Coburg


Bürgerinitiative „Kein VLP zwischen Neida und Wiesenfeld“
Bad Rodach, 31. März 2015

Sehr geehrte Mitglieder.
Das Coburger Tageblatt rief in seiner Wochenendausgabe vom 28.3.2015 die Bürger des Landkreises zu einer Diskussion auf.
Die Überschrift: „Befürworter und Gegner eines neuen VLP bringen wir am Mittwoch, den 6. Mai, in Meeder an einen Tisch.
Zugesagt haben von den Befürwortern:
Landrat M. Busch,
Björn Schumacher, Unternehmer und Hobbypilot,
W.Kuballa, Beauftragter der Stadt für den Bau des VLP,
B.Bartsch, Mitarbeiter des beauftragten Planungsunternehmens,
Berufspilot Klaus Wanjura,

der Bürgermeister der Gemeinde Meeder, Bernd Höfer.

Angefragt wurde bei einem Landwirt Schneider (???) und
einem Vertreter des Aeroclubs.

Angefragt wurde weiter als „Vertreterin der Bürgerinitiative“ Frau Simone Wohnig.
Simone hat in Zusammenarbeit mit 3 Damen das von der ÖDP initiierte Bürgerbegehren begleitet. Sie ist aber keine offizielle oder autorisierte Vertreterin einer Bürgerinitiative.

Frau Wohnig hat ihre Bereitschaft nur erklärt, wenn Herr C.Raabs , der Initiator des Bürgerbegehrens ebenfalls geladen würde. Das wurde von Herrn Hirsch, Funkhaus Radio Eins in Coburg, strikt abgelehnt: „Kreistagsmitglieder werden nicht zugelassen“.

Sie fragte mich als Sprecher unserer Initiative, ob ich auch dabei wäre.

Weder die Bürgerinitiative Bad Rodach , noch ich, als Sprecher wurden zu diesem „Talk“ eingeladen. Nach meinem Kenntnisstand sind auch die anderen aktiven Initiativen nicht gefragt worden. Auch Frau Escher ist auf dem Podium nicht erwünscht.

So sieht es aus, wenn politisch motiviert Befürworter und unangenehme Gegner an einen Tisch gebracht werden.
So war es auch am 23.9.2014, als das CT darüber berichtete, dass alle Beteiligten mit Innenminister Herrmann in Kloster Banz an einem Tisch saßen. Die Befürworter waren in großer Zahl anwesend, von den Bürgerinitiativen, den Landwirten, Grundstückseigentümern und den betroffenen Gemeinden war niemand geladen.

Es wurde bisher auch verschwiegen, dass die Zusage vom Minister Herrmann für einen Verkehrslandeplatz in der Region 15 Mio. € beizusteuern, auch für die Aufrüstung der Brandensteinsebene zur Verfügung gestellt werden würde (Interview TV-München 30. 9.2014).

Da wir den Versuch, diese Meldung über unsere regionalen Zeitungen oder Radio Eins zu verbreiten, als zwecklos erachten, bitten Sie, diese Information in ihrem Bekanntenkreis weiter zu verteilen.
Selbstverständlich wären Leserbriefe zu dieser „demokratischen Podiumsbesetzung“ angesagt. Ob diese jedoch von der Presse veröffentlicht werden, kann bezweifelt werden!

Das ist halt nun mal die gelebte Demokratie.

Gerhard Wolf, 1. Vorsitzender


 

Am 14. Juni haben Sie die Wahl – soll der Landkreis Coburg für den neuen Verkehrslandeplatz zahlen oder nicht?

Damit Sie Ihre Entscheidung gut informiert treffen können, bringen RadioEINS, das Coburger Tageblatt und iTV-Coburg alle Akteure noch einmal zusammen.

Am 6. Mai ab 19 Uhr heißt es in der Fabrik Meeder

Auf den Punkt. Der Regionentalk der Sparkasse Coburg-Lichtenfels.

Leider ist die Veranstaltung ausgebucht.