© Michael Reichel

Schneller zum Facharzt – so geht’s

An sofort sollen uns Facharztservicestellen schnell an einen Facharzt vermitteln. Und so funktioniert es:

Der Hausarzt überweist uns zum Beispiel an einen Orthopäden. Bei dem bekommen wir selbst aber so kurzfristig keinen Termin. Dann können wir uns an die neue Servicestelle wenden. Dafür muss der Hausarzt einen speziellen Code vermerken. Damit vereinbart die Servicestelle dann innerhalb einer Woche einen Termin und gibt den an uns weiter. So soll es jedenfalls optimal laufen. Wenn selbst die Servicestelle keinen Termin bekommt, dann müssen wir notfalls ins Krankenhaus.

Gesetzlich Versicherte warten damit höchstens vier Wochen auf einen Termin. Das ist das Maximum. Das ist aber auch die einzige Vorgabe an die sich die neuen Servicestellen halten müssen, sagt Andreas Gassen, der Chef der kassenärztlichen Vereinigung:

Wenn wir uns an die Servicestelle wenden, können wir uns den nicht Lieblingsarzt aussuchen, sondern müssen zu dem gehen, der gerade einen Termin frei hat.

Aber wichtig ist: Die Servicestellen vermitteln nur Termine bei Fachärzten. Und das auch nur wenn der Hausarzt vorher eine dringliche Überweisung ausgestellt hat. Routineuntersuchungen oder Bagatellfälle sind also ausgenommen. Nur für Termine beim Augen- oder Frauenarzt können wir uns auch ohne Überweisung an die Servicestelle wenden. Selber kümmern müssen wir uns nach wie vor um Termine beim Hausarzt, beim Zahnarzt oder auch beim Kinderarzt!