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Anselm Grün nahm Nierenkrebs zunächst nicht ernst

Schwarzach (dpa) – Der Benediktinerpater und Bestsellerautor Anselm Grün hat seine Nierenkrebserkrankung anfangs kurz nach Diagnose im Jahr 2014 nicht ernst genommen. Der Ernst der Situation sei ihm erst klar geworden, als er allein in seiner Klosterzelle saß, sagte der 72-Jährige der Zeitung «Die Welt» (Samstag). «Ich fing an, zu grübeln. Überlebe ich das? Und ich dachte: Ich lebe doch gesund, und ich habe eine gesunde Spiritualität. Da meint man dann halt, dass man doch auch nicht krank werden dürfte.»

Der Benediktinermönch aus der Abtei Münsterschwarzach in Bayern gilt als einer der erfolgreichsten christlichen Autoren der Welt. Er hat rund 20 Millionen Bücher verkauft. Grün hat auch über den Umgang mit Krankheit und Leid geschrieben. Bei einer Operation 2014 wurde ihm eine Niere entfernt. Seitdem habe er sich wieder vollständig erholt und keine Einschränkungen. «Aber ganz gleich, was geschieht, ich überlasse es Gott.»