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AOK Bayern senkt Beitrag nicht

München (dpa/lby) – Die AOK Bayern geht mit einem unveränderten Beitragssatz ins kommende Jahr. Der Zusatzbeitrag bleibe bei 1,1 Prozent vom Bruttolohn, erklärte die mit gut 4,5 Millionen Versicherten mit Abstand größte gesetzliche Krankenkasse in Bayern am Freitag. Damit folgt die AOK Bayern nicht der Einschätzung des Bundesgesundheitsministeriums, wonach der Beitragssatz der gesetzlichen Kassen im Schnitt um 0,1 Prozentpunkte gesenkt werden kann. Vielmehr schließt sich die AOK der Einschätzung des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung an, der für das kommende Jahr rasch steigende Ausgaben erwartet.

Der Zusatzbeitrag wird alleine von den Versicherten getragen, während der allgemeine Beitragssatz in Höhe von derzeit 14,6 Prozent von Arbeitgebern und Arbeitnehmern jeweils zur Hälfte bezahlt wird. Die AOK Bayern wolle bei ihrem Zusatzbeitrag «keine Beitragsachterbahn, sondern ein verlässlicher und berechenbarer Partner für die Beitragszahler sein», sagte der Verwaltungsratsvorsitzende Ivor Parvanov. Andere Kassen haben hingegen Beitragssatzsenkungen in Aussicht gestellt. So will der Marktführer unter den bundesweit tätigen Kassen, die Techniker Krankenkasse, ihren Beitragssatz um 0,1 Prozentpunkte senken. Die TK trifft die endgültige Entscheidung darüber am 20. Dezember.