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Auch in Wolfsburg Durchsuchungen bei Audi-Razzia

Wolfsburg/Ingolstadt (dpa) – Bei ihren Razzien wegen Betrugsverdachts im Diesel-Skandal bei Audi haben Ermittler am Mittwoch auch einen Standort am Volkswagen-Stammsitz Wolfsburg durchsucht. Dies sagte ein Sprecher des VW-Konzerns. Zuvor hatte der NDR darüber berichtet. Zu Details könne man sich mit Blick auf die laufenden Untersuchungen noch nicht äußern, hieß es. Am Morgen hatten Staatsanwälte und Polizisten an verschiedenen Orten mit der Aktion begonnen – auch in der Audi-Zentrale in Ingolstadt, wo das Unternehmen seine Zahlen für das Jahr 2016 vorstellte, sowie im Audi-Werk Neckarsulm.

Die federführende Staatsanwaltschaft München II begründete die Razzien mit dem Vorwurf möglichen Betrugs im Zusammenhang mit der Abgas-Affäre. Derzeit gebe es aber keine konkreten Beschuldigten, es werde gegen Unbekannt ermittelt. Außerdem werde geprüft, ob Audi beim Verkauf von Dieselwagen in den USA zwischen 2009 und 2015 «strafbare Werbung» betrieben habe. Audi hatte damals Fahrzeuge mit einer dort illegalen Software verkauft, die niedrigere Abgaswerte angibt.