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Tschechischer Kultusminister erhält Preis

München (dpa/lby) – Tschechiens Kulturminister Daniel Herman und der frühere Europaabgeordnete Bernd Posselt haben vom Freistaat Bayern die Auszeichnung «Pro meritis scientiae et litterarum» erhalten. Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) ehrte die beiden Politiker damit für deren Einsatz zur Völkerverständigung: «Meinem tschechischen Amtskollegen Daniel Herman und dem Vorsitzenden der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Bernd Posselt, ist es gelungen, aus dem Wissen um die Geschichte zwischen den Bayern und den Böhmen, zwischen Deutschland und Tschechien eine Brücke zu spannen.» Die von ihnen mit initiierte Brücke ermögliche nach einer langen Zeit der Belastungen eine intensive Zusammenarbeit.

«Es ist für mich ein großes Erlebnis», sagte Herman am Montag bei der Preisverleihung in München. Bayern sei für ihn ein wichtiges Land und die bayerisch-tschechischen Kontakte hätten für ihn eine wichtige Priorität in der Außenpolitik. Auch Posselt fühlte sich sehr geehrt: «Die Auszeichnung ist Rückenwind für die Völkerverständigung. Es geht zwar gut voran, aber es gibt auf beiden Seiten auch noch Kritiker.»

Seit dem Jahr 2000 werden mit dem Preis Persönlichkeiten geehrt, die sich ganz besondere Verdienste um Kultur, Kulturvermittlung und Kunst, Wissenschaft und Wissenschaftsorganisation erworben haben.

2016 hatten Herman und Spaenle dank des Einsatzes von Posselt in Prag eine Erklärung unterzeichnet. Sie ist der Grundstein für den Ausbau der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern in allen kulturellen Bereichen wie Museen, Gedenkstätten, Galerien, Bibliotheken, Archiven oder auch Musik, Theater, Oper, Tanz sowie Ballett.