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Bedford-Strohm: Franziskus «gewichtig» für Annäherung

Rom (dpa) – Zum Ende des Reformationsjahres hofft der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, dass der Papst die Annäherung der Kirchen weiter unterstützt. Papst Franziskus übernehme für die Ökumene «eine gewichtige Rolle», sagte Bedford-Strohm der Deutschen Presse-Agentur in Rom. «Franziskus gibt allen Anlass dazu, auch für die Zukunft viel Rückenwind zu erwarten.»

Der Argentinier habe die Impulse von den Gläubigen an der Kirchenspitze aufgenommen und nicht nur die katholischen Bischöfe «ausdrücklich ermutigt», die pastorale Dimension – also die Seelsorge – ins Zentrum zu rücken, sondern auch die Sehnsucht der Menschen nach einem gemeinsamen Abendmahl erkannt. Der EKD-Chef und bayerische Landesbischof plant mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, einen Brief an den Papst zu schreiben und ihm vom Ökumene-Prozess in Deutschland zu berichten.

An diesem Dienstag endet das Festjahr zum 500. Jahrestag des Beginns der Reformation mit einem einmaligen bundesweiten Feiertag. Geplant ist ein zentraler Festgottesdienst in der Wittenberger Schlosskirche und ein anschließender Festakt.