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Bericht: KMW-Nexter will Volvo-Rüstungssparte kaufen

München (dpa) – Vor einem Jahr erst hatten sich der deutsche «Leopard»-Panzer-Hersteller Krauss-Maffei-Wegmann (KMW) und sein französischer Konkurrent Nexter zusammengeschlossen – jetzt will der Rüstungskonzern der Tageszeitung «Die Welt» (Freitag) zufolge das Militärlastwagen-Geschäft von Volvo übernehmen.

Frank Haun, Co-Chef von KMW-Nexter, hat seit der Fusion mehrfach betont, dass das neue Unternehmen «noch viel europäischer» werden soll und offen für weitere Partner sei. Volvo hat vor zwei Wochen den Verkauf seiner Rüstungssparte angekündigt, zu der auch Renault-Militärlastwagen gehören. Die meisten der 1300 Beschäftigten arbeiten in Frankreich. Ein Volvo-Sprecher sagte, die Verhandlungen des Managements mit den Arbeitnehmern hätten aber erst begonnen. KMW lehnte jeden Kommentar ab. Der Rüstungskonzern produziert neben Kettenpanzern und Artilleriefahrzeugen auch Radfahrzeuge wie Fennek und Dingo.

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall und MAN hatten 2010 ihr Militärlastwagen-Geschäft zusammengelegt. Commerzbank-Analyst Sebastian Growe schrieb in einer Studie vom Freitag mit Blick auf den hohen Auftragsbestand, Auswirkungen einer Fusion auf Rheinmetall erwarte er in den nächsten Jahren nicht.