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Blinklicht an Bahnübergang übersehen: Hoher Schaden

Schongau (dpa/lby) – Der Unfall an einem Bahnübergang im oberbayerischen Schongau geht auf die Unachtsamkeit des Lastwagenfahrers zurück. Der 44-Jährige habe das Blinklicht missachtet oder übersehen, berichtete die Polizei am Mittwoch. Bei dem Zusammenstoß eines herannahenden Regionalzuges mit dem Sattelzug wurden 17 Fahrgäste verletzt, der Zugführer erlitt einen Schock. Der Unfallverursacher blieb unverletzt. Zusammen entstand Schaden in Höhe von rund 120 000 Euro.

Der unbeschrankte Bahnübergang führt zu einer Papierfabrik. Der mit Altpapier beladene Sattelzug war am Dienstagnachmittag dorthin unterwegs. Der Zugführer leitete zwar noch eine Notbremsung ein, als er den Laster auf den Schienen sah, konnte den Zusammenstoß mit dem tonnenschweren Auflieger des Gespanns aber nicht mehr verhindern. Der dieselbetriebene Nahverkehrszug vom Typ Lint 41 der Bayerischen Regiobahn (BRB) war von Schongau Richtung Weilheim unterwegs und sollte bis Augsburg fahren. Im Zug befanden sich 88 Menschen.

Bis auf einen der 17 leicht verletzten Fahrgäste kamen vorsorglich alle ins Krankenhaus. Die unverletzt gebliebenen Insassen wurden vorübergehend in einem Gebäude der Papierfabrik untergebracht, ehe sie ihre Fahrt mit Omnibussen oder privat fortsetzten. Der Sattelauflieger wurde abgeschleppt, nachdem er am Unfallort entladen worden war. Der Zug konnte selbstständig in den Bahnhof Schongau zurückfahren. Die Bahnstrecke wurde um 21.00 Uhr wieder freigegeben.