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Brose gegen Euroleague-Favorit gefordert

Bamberg (dpa) – Nach einer bislang frustrierenden Euroleague-Saison hofft Brose Bamberg auf die Wende ausgerechnet gegen Titelverteidiger und Top-Favorit ZSKA Moskau. Die Russen gastieren am Donnerstag (20.00 Uhr/Telekombasketball) beim deutschen Basketball-Meister und können nach Ansicht von Brose-Trainer Andrea Trinchieri nur mit vollster «Energie und Intensität» bezwungen werden. «Es ist ganz einfach. Sie sind der amtierende Champion. Sie sind eines der besten Teams Europa, was Talent, Qualität und Spielanlage betrifft. Es ist eine große Herausforderung für uns», sagte der italienische Coach.

Während Moskau als Tabellenführer im wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb mit acht Siegen aus neun Partien anreist, rangieren die Bamberger nach nur zwei Erfolgen auf dem 15. und damit vorletzten Platz. Zuletzt kassierte der deutsche Bundesliga-Primus gleich reihenweise unnötige Niederlagen, etwa durch verpasste Würfe in den letzten Sekunden oder nach zwischendurch deutlichen Führungen.

Nach dem schwachen 72:86 beim litauischen Spitzenclub Zalgiris will Trinchieri gegen Moskau ein Aufbäumen sehen. «Wir müssen versuchen immer im Spiel zu bleiben, auch in dem Wissen, dass das Ergebnis eine Konsequenz aus vielen Dinge ist, die wir teilweise nicht beeinflussen können. Sicher allerdings ist, dass wir nach dem schlechten Spiel in Kaunas eine Reaktion zeigen müssen», unterstrich der Trainer.

In der Brose-Arena wird ein neues, verschärftes Sicherheitskonzept angewandt, nachdem es zuletzt bei Heimspielen – vor allem gegen Roter Stern Belgrad – zu Ausschreitungen durch die Gästefans gekommen war. Künftig werden mehr Security-Leute eingesetzt und Polizisten auch in der Halle anwesend sein. Bei den Risiko-Spielen gegen Galatasaray und Fenerbahce Istanbul sowie gegen Olympiakos Piräus können online keine Tickets gekauft werden, und in der Halle wird kein Alkohol verkauft.