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Brutaler Überfall auf drei Senioren: Geständnisse

Weiden (dpa/lby) – Drei Angeklagte haben vor dem Landgericht Weiden einen brutalen Raubüberfall zugegeben. Nach einem rund zweistündigen Gespräch der Prozessbeteiligten räumten die 34 bis 44 Jahre alten Männer am Dienstag den Vorwurf der Staatsanwaltschaft in vollem Umfang ein. Dafür können sie mit einer Verkürzung der Haftstrafe rechnen.

Laut Anklage war das Trio im vergangenen Herbst durch ein geöffnetes Fenster im Erdgeschoss eines Hauses in Weiden in der Oberpfalz eingedrungen. Den 71 Jahre alten Besitzer schlug einer der Täter mit einer Schreckschusspistole nieder. Anschließend fesselten sie auch die 68 Jahre alte Ehefrau und die 89 Jahre alte Schwiegermutter. Die Anklage lautet unter anderem auf erpresserischen Menschenraub und gefährliche Körperverletzung.

Immer wieder hätten die Männer auf ihre Opfer eingeschlagen und getreten, um Wertsachen zu erbeuten, sagte Staatsanwalt Christian Hertl. Dem 71-Jährigen fügten sie zudem zahlreiche Schnittwunden zu. Erst nach mehr als vier Stunden verließen sie das Haus mit Wertsachen in Höhe von etwa 20 000 Euro. Die 68-Jährige konnte sich schließlich befreien und die Polizei alarmieren. «Alle Opfer leiden noch immer unter den psychischen Folgen der Tat», betonte Hertl.

Für den Prozess sind zunächst fünf Verhandlungstage angesetzt. Das Gericht hat 23 Zeugen und 3 Sachverständige geladen. Das Urteil wird Anfang Dezember erwartet.