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Caritas nimmt mehr unbegleitete Flüchtlinge auf

Freising (dpa/lby) – Die katholische Kirche in Bayern hat ihre Flüchtlingshilfe ausgeweitet. Dies gab der Münchner Kardinal Reinhard Marx am Donnerstag zum Abschluss der Freisinger Bischofskonferenz bekannt.

Demnach erhöhten die Caritas und ihre Fachverbände die Zahl der Plätze zur Unterbringung und pädagogischen Begleitung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge und junger Volljähriger um 500 auf 3000 Plätze. «Junge Männer machen eine besondere Integration erforderlich, damit sie nicht anfällig für Islamisten, Depressionen, Krankheit oder Desorientierung werden», erklärte Erzbischof Marx. Mittelkürzungen kämen daher nicht infrage.

Wie Integration gelingen könne, habe die katholische Kirche auch gezeigt, indem sie Ordensleute und Priester aus dem Ausland nach Bayern geholt habe. «Wir haben viele positive Erfahrungen mit der Vielfalt gemacht», berichtete Marx.

Seit Dienstag hatten die bayerischen Bischöfe am Freisinger Domberg getagt. In der Freisinger Bischofskonferenz sind die katholischen Erzdiözesen und Diözesen Bamberg, München-Freising, Augsburg, Eichstätt, Passau, Regensburg und Würzburg vertreten. Aus historischen Gründen schickt auch das pfälzische Bistum Speyer regelmäßig Vertreter nach Freising.