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Datev profitiert vom Trend zu digitaler Buchhaltung

Nürnberg (dpa/lby) – Der Nürnberger IT-Dienstleister Datev profitiert weiter vom Trend zu digitaler Buchhaltung. Auch das wachsende Interesse von Firmen an sicheren externen Datenbanken, sogenannten Datenclouds, verlieh dem genossenschaftlich organisierten Unternehmen Auftrieb. Datev legte dadurch im Jahr 2016 kräftig zu, berichtete Vorstandschef Robert Mayr am Mittwoch in Nürnberg bei der Vorlage vorläufiger Geschäftszahlen.

Datevs Umsatz kletterte im Vorjahr um 43,1 Millionen auf 928,3 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis lag dagegen wegen gestiegener Kosten mit 54,3 Millionen Euro leicht unter dem Wert von 2015. Die mehr als 40 000 Genossenschaftsmitglieder, zumeist Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte, können sich dennoch auf eine Ausschüttung von fünf Prozent des rückvergütungsfähigen Umsatzes freuen. Die endgültigen Geschäftszahlen will Datev, einer der größten IT-Dienstleister Europas mit mehr als 7000 Mitarbeitern, erst im Sommer vorlegen.

Nach Mayrs Angaben nutzen inzwischen immer mehr Steuerberater-Kunden das Angebot, eingescannte Steuerbelege in digitaler Form in der Datev-Datencloud abzulegen. Dort würde der beauftragte Steuerberater sie dann direkt bearbeiten und schließlich zur Verarbeitung an die Datev versenden. Außerdem habe die stark steigende Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten zuletzt für wachsendes Geschäft gesorgt: Im vergangenem Jahr erstellte Datev 144 Millionen Lohn- und Gehaltsabrechnungen – ein neuer Rekord.