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Donum-Vitae-Chefin: Bischöfe sollten Haltung überdenken

Regensburg (dpa/lby) – Die neue Landesvorsitzende des Vereins Donum Vitae, Sabine Demel, hofft, dass der seit fast 20 Jahren schwelende Konflikt zwischen der Amtskirche und Donum Vitae eines Tages beigelegt wird. Schließlich bestehe Einigkeit im Grundsatz, dass Abtreibung ein Unrecht sei, das es möglichst zu verhindern gelte, sagte Demel der Deutschen Presse-Agentur. Aber: Immer wieder werde dem Verein Ungehorsam gegenüber dem Papst vorgeworfen, würden Berater verunglimpft, und Vereinsmitgliedern werde die Ausübung von kirchlichen Ehrenämtern untersagt.

Sie sei stolz darauf, wie sich der Verein trotz des Konfliktes mit der Amtskirche entwickelt habe, sagte die 55 Jahre alte Regensburger Professorin. Jedes Jahr müssten sie eine Million Euro an Spenden auftreiben. «Würden die Bischöfe endlich ihre ablehnende Haltung uns gegenüber überdenken und uns an Kirchensteuermitteln partizipieren lassen, könnten wir noch viel mehr tun.»

Papst Johannes Paul II. hatte 1999 die Bischöfe in Deutschland aufgefordert, den für eine straffreie Abtreibung erforderlichen Beratungsschein nicht mehr ausstellen zu lassen. Daraufhin gründeten katholische Laien den Verein Donum Vitae.