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Druckmaschinenhersteller KBA will Verpackungsdruck ausbauen

Würzburg (dpa/lby) – Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (KBA) steckt sich für die Zukunft hohe Ziele und will vor allem im Segment Verpackungsdruck stark wachsen. Nach mehreren verlustreichen Jahren und einem radikalen Firmenumbau wollen die Würzburger der Konkurrenz nun Marktanteile abnehmen. «Wenn alles gut geht und die Märkte nicht einbrechen, wollen wir bis 2021 etwa 70 Millionen Euro mehr Umsatz machen als im vergangenen Jahr», sagte Finanzvorstand Mathias Dähn am Mittwoch in Würzburg. 2016 konnten die Franken neben einem Umsatz von fast 1,2 Milliarden Euro den höchsten Gewinn der Firmengeschichte einstreichen – gut 82 Millionen Euro. An diesem Donnerstag feiert KBA mit einem Festakt sein 200-jähriges Bestehen.

Die größten Wachstumsbereiche sieht das Unternehmen im Verpackungsdruck. Schon jetzt generiert die Firma mehr als die Hälfte seiner Einnahmen mit Maschinen für den Verpackungs- und Werbedruck. Innerhalb dieses Segments haben die Franken vor allem den Bereich Folien, Wellpappe und Karton im Blick. Dort gebe es das größte Marktvolumen und die höchsten Wachstumsraten, führte Dähn aus.

Das Würzburger Familienunternehmen profitiert dabei vor allem vom kaufwilligen Verbraucher. Allein in Deutschland liege der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Verpackungen bei gut 63 Kilogramm – Tendenz steigend. In Japan sei er noch höher. Deshalb hofft Koenig & Bauer, dass bis zu 80 Prozent des geplanten Wachstums beim Verpackungsdruck aus Asien kommen. Weitere Umsatzsteigerungen sollen durch Kostensenkungen erreicht werden.

Mit Maschinen aus Würzburg können nicht nur Pappen und Papier bedruckt werden, sondern auch Parfüm- und Spirituosenflaschen, Getränkedosen, Chipstüten, Pappbecher, Müslikartons oder Laminate. Zum Angebot des Konzerns gehören aber nach wie vor auch Druckmaschinen für Banknoten, Bücher, Zeitungen, Magazine und Kataloge.