Kochen für Weltbürger

Im ersten Beitrag zu unserer neuen Serie auf Radio EINS führte der Weg von Radio EINS Reporterin Sabrina Lang ins JUZ Domino in Coburg zum „Kochen für Weltbürger“.

 

Wir kochen und essen mit Flüchtlingen, wobei der Fokus vor allem auf Gerichte aus deren jeweiligen Hei­matländern gerichtet ist. Seit drei Jahren probieren wir etwa alle zwei Monate Rezepte aus einem anderen Land aus, die Besucher können dabei etwas über die Heimatländer erfahren und haben die Möglichkeit, sich auszutauschen und kennenzulernen. So haben wir bereits einen tiefen Einblick in die vielfältigen Küchen Äthiopiens, Marokkos, Syriens, Aserbaidschans, Bhutans, Weissrusslands, Irans, Afghanistans und vielen weiteren Ländern erhalten.

Warum liegt der Fokus auf der Zusammenarbeit mit Flüchtlingen?

Flüchtlinge sind Menschen, die ihre Heimat aufgrund ihrer Ethnie, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder politischer Überzeugung verlassen mussten und somit gezwungen sind, in einem anderen Land Schutz zu suchen. Wird dieser Schutz offiziell beantragt, nennt man diese Menschen während des Überprüfungsprozesses Asylbewerber.

Insbesondere für Asylbewerber gibt es kaum explizite Möglichkeiten, sich einzubringen, ihre Umgebung kennenzulernen und mit Einheimischen in Kontakt zu treten. Genau da setzt „Kochen für Weltbürger“ an. Asylbewerber haben es durch dieses Angebot leichter, Anschluss zu finden und sich wohl zu fühlen.