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Kardinal Marx steht sozialen Netzwerke skeptisch gegenüber

München (dpa/lby) – Kardinal Reinhard Marx fordert eine kritische Auseinandersetzung mit den sozialen Netzwerken und appelliert an Journalisten, an den Grundprinzipien wie der Sorgfaltspflicht und der Zwei-Quellen-Regel festzuhalten. Medien sollten im Umgang mit den sozialen Netzwerken eine «Selbstverpflichtung» abgeben. Es müsse auch wieder stärker zwischen Nachricht und Meinung unterschieden werden, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am Mittwochabend in München. Zudem seien verbindliche Vorgaben für die digitalen Medien notwendig. «Ohne institutionelle Rahmenordnung wird man hier nicht weitergehen können».

Neben dem Vorzug der grenzüberschreitenden Kommunikation sei in den digitalen Medien jedoch die Gefahr sehr groß, «dass man sich vor allem dort platziert, wo man sich bestätigt fühlt». So entstünden von einer vielfältigen Realität abgeschottete, virtuelle Gemeinschaften.