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Kinderpalliativteam der Malteser fordert mehr Geld

Würzburg (dpa/lby) – Vor vier Wochen hat das Malteser Kinderpalliativteam Unterfranken seinen Dienst aufgenommen – obwohl die Finanzierung durch die Krankenkassen noch ungeklärt ist. Das Team betreut bereits 15 sterbende Kinder. Die Kosten dafür werden eigentlich von den Krankenkassen übernommen, mittels einer vertraglich vereinbarten Pauschale. Doch genau die ist der Knackpunkt. Um kostendeckend arbeiten zu können, brauchen die Malteser mehr als die Krankenkassen angeboten haben.

Die den Unterfranken angebotene Pauschale pro im Quartal versorgtes Kind aber decke die Kosten der Malteser nur zu etwa 84 Prozent. «Das ist für uns inakzeptabel, denn es bedeutet ein jährliches Defizit von etwa 115 000 Euro», sagte Diözesangeschäftsführer Stefan Dobhan am Freitag in Würzburg.

Die Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet, eine sogenannte spezialisierte ambulante Palliativversorgung für Kinder und Jugendliche zu ermöglichen. Der Verhandlungspartner der Malteser ist die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern (Arge). Und die sei bereits bereit, in Unterfranken «deutlich höhere Quartalspauschalen » zu zahlen, wie ein Sprecher am Freitag betonte. Auf dieses Angebot wollen sich die Malteser allerdings nicht einlassen.

Bis die Kassen und die Malteser sich geeinigt haben, wird das Projekt über Spenden und Geld aus dem Topf der Diözese finanziert.