Kritik an der Abschiebung eines Lichtenfelser Azubis

Eigentlich sollte ein junger Afghane, der in Lichtenfels eine Ausbildung macht, gestern abgeschoben werden. Weil er aber nicht in seiner Flüchtlingsunterkunft angetroffen wurde, entging er der Abschiebung. Das hat der bayerische Flüchtlingsrat Radio EINS mitgeteilt. Heute wurde er allerdings im Lichtenfelser Landratsamt aufgegriffen und daraufhin in U-Haft genommen. Zur Stunde muss sich der junge Flüchtling vor dem Amtsgericht Lichtenfels verantworten. Kritik an der geplanten Abschiebung gibt es unter anderem vom Bayerischen Elternverband. Es habe geheißen, dass aus Schule oder Ausbildung nur noch in extremen Ausnahmefällen abgeschoben werden soll, so Elternverbandsvorsitzende Paede. Wieso bei dem Lichtenfelser Auszubildenden ein Ausnahmefall vorliege, sei unklar.