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Landtag befasst sich mit kranken Wälder und teuren Bauten

München (dpa/lby) – Die bayerischen Wälder erholen sich langsam von den extrem trockenen und heißen Sommern der vergangenen Jahre. Dies geht aus dem aktuellen Waldbericht der Staatsregierung hervor, der heute von Forstminister Helmut Brunner (CSU) im Agrarausschuss des Landtags in München vorgestellt werden soll. Probleme machten den Bäumen aber weiterhin die Extremwetterlagen mit Stürmen und Unwettern sowie der massive Befall mit Borkenkäfern.

Seit 2009 legt das Agrarministerium im Schnitt alle drei Jahre einen Bericht über den Zustand der Wälder im Freistaat vor. 2015 hieß es darin, dass die Bäume vielerorts von Dauerhitze und Dürre geschwächt seien. Eine Untersuchung der Baumkronen hatte damals ergeben, dass der Anteil deutlich geschädigter Bäume bei 24,3 Prozent lag.

Um 10.00 Uhr wird sich zudem der Haushaltsausschuss des Landtags mit dem geplanten Bau des neuen Konzerthauses in der Landeshauptstadt befassen. Ende Oktober hatte das Preisgericht aus 31 Entwürfen einen Siegerentwurf ausgewählt, der seither kontrovers diskutiert wird. Das neue Konzerthaus soll als freistehender Neubau in der Nähe des Ostbahnhofs errichtet werden. Es soll zwei Konzertsäle mit 1800 und 600 Sitzplätzen bieten. Zu den konkreten Kosten gibt es bislang keine Angaben, sie sollen in einem Rahmen von 150 bis 300 Millionen Euro liegen. Mit der Fertigstellung wird frühestens 2025 gerechnet.