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Lehrerverband mahnt Mangel an Sonderpädagogen in Bayern an

München (dpa/lby) – In Bayern soll gemeinsamer Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung zunehmend zum Alltag werden – dem steht aber laut dem Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverband (BLLV) ein enormer Personalmangel entgegen. Gerade in Förderschulen sei der Mangel an Sonderpädagogen groß, sagte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann in München der Deutschen Presse-Agentur. «Förderzentren sind dann die besten Förderorte für Kinder, wenn dort die höchste Kompetenz zuhause ist.» Doch an manchen von ihnen würden mehr «Nicht-Sonderpädagogen» als Sonderpädagogen arbeiten, kritisiert Fleischmann.

In Bayern gibt es laut Staatsregierung 351 Förderschulen. Aktuell sind dort 9069 Lehrkräfte beschäftigt, etwas mehr als 2000 davon arbeiten demnach entweder in Teilzeit, sind Studienreferendare, Fachlehreranwärter oder Förderlehrkräfte. Eigens für die Inklusion werden laut bayerischem Kultusministerium seit 2011 jedes Jahr 100 zusätzliche Lehrerstellen zur Verfügung gestellt.