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Leibold belohnt Nürnberg für harte Arbeit

Nürnberg (dpa/lby) – Endlich wieder Jubel vor eigenem Publikum. Und noch dazu bedeutete für den 1. FC Nürnberg das verdiente 1:0 (0:0) gegen den SV Sandhausen eine ideale Einstimmung auf die nächste große Prüfung im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga zum Abschluss der Hinrunde. «Wir freuen uns jetzt auf das Topspiel in Düsseldorf und fahren mit Selbstvertrauen dorthin», verkündete «Club»-Stürmer Mikael Ishak.

Den Job des Torjägers übernahm am Samstag im Max-Morlock-Stadion ausnahmsweise Tim Leibold. Der Abwehrspieler erlöste sein Team und die 23 586 Zuschauer mit seinem Treffer in der 68. Spielminute. «Sandhausens Torwart hat heute das Spiel seines Lebens gemacht, aber wenn ‚Leibe‘ aufs Tor schießt, ist er fast immer drin», sagte Ishak, der an Leibolds Siegtor als Vorlagengeber mitgewirkt hatte.

«Das 1:0 ist zu einem wichtigen Zeitpunkt gefallen», urteilte Matchwinner Leibold, der zufrieden resümierte: «Ein Sieg zuhause, zu Null – so muss es in der Rückrunde weitergehen.»

Leibold war der einzige «Club»-Spieler, der mit einem platzierten Linksschuss den Sandhäuser Torwart Marcel Schuhen überwinden konnte. «Auch wenn der Torwart nach der Pause alles gehalten hat, war ich sicher, dass wir noch ein Tor machen», sagte FCN-Coach Michael Köllner: «Es freut mich riesig, dass uns das gelungen ist und wir unseren Fans einen Heimsieg ohne Gegentor geschenkt haben.»

Durch das Unentschieden im Topspiel zwischen Tabellenführer Kiel (32 Punkte) und Düsseldorf (31) rückte der «Club» (29) ganz nah an die beiden direkten Aufstiegsränge heran. Aber wichtig war auch, die für einen Aufstiegsaspiranten zu mäßige Heimbilanz mit dem vierten Sieg im neunten Spiel aufgebessert zu haben. «Die unnötigen Punktverluste zuhause in den letzten Wochen haben uns schon genervt. Deshalb ist der Sieg umso schöner», sagte Verteidiger Enrico Valentini.

Sandhausens Torwart stand einem «Club»-Erfolg lange erfolgreich im Weg. Ausgerechnet nach einem Konter im eigenen Stadion waren die Nürnberger erfolgreich. «Das war ein No-Go», schimpfte Gästetrainer Kenan Kocak: «Gerade als wir die heiße Phase überstanden hatten, kriegen wir mit dem Konter das Gegentor.» Man habe den Gegner «mit seinen eigenen Waffen» geschlagen, freute sich Valentini. Das Tor und die drei Punkte waren eine verdiente Belohnung, wie Ishak meinte: «Das war ein sehr wichtiger Sieg. Wir haben hart dafür gearbeitet.»