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Literaturfest: Mit Rushdie und Follett auf Wahrheitssuche

München (dpa) – «Alle Echt. Alles Fiktion»: Das Literaturfest München erforscht in diesem Jahr den Grenzbereich zwischen Erfindung und Wahrheit. «Die Literatur sei die einzig verlässliche Ausdrucksform in einer Welt, die neuerdings alte Gewissheiten in Frage stelle», sagte Festivalleiterin Tanja Graf am Donnerstag in München bei der Programmvorstellung. Doris Dörrie, Regisseurin von Filmen wie «Kirschblüten – Hanami», geht dem Thema als Kuratorin besonders intensiv nach in ihrer Reihe «forum:autoren», an der Schriftsteller wie Frank Witzel, die Chinesin Xiaolu Guo oder der Schauspieler Olli Dittrich teilnehmen werden.

Daneben gibt es die 58. Münchner Bücherschau im Kulturzentrum Gasteig, wo mehr als 20 000 Neuerscheinungen präsentiert werden. Insgesamt erwartet das Literaturfest bis zum 3. Dezember rund 80 Autoren, darunter so prominente wie Salman Rushdie («Die satanischen Verse») und der Bestseller-Autor Ken Follett («Das Fundament der Ewigkeit»). Einer der Höhepunkte ist der Geschwister-Scholl-Preis, der am 20. November verliehen wird. Daneben gibt es Lesungen, Diskussionen, Filmvorführungen und ein Symposium über Lüge und Fiktion im Journalismus. Auch Kinder erwartet ein umfangreiches Programm, unter anderem kommt Paul Maar zu Besuch, Autor der erfolgreichen «Sams»-Bücher.