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MTU erhöht Gewinnprognose und begeistert Anleger

München (dpa/lby) – Der Triebwerkshersteller MTU Aero Engines profitiert von der starken Nachfrage nach Ersatzteilen und hat seine Gewinnprognose erhöht. Das Betriebsergebnis dürfte um 19 Prozent zulegen und der Jahresgewinn um 22 Prozent auf 420 Millionen Euro steigen, sagte Vorstandschef Reiner Winkler am Donnerstag in München. Das kam an der Börse gut an – der Kurs der MTU-Aktie legte um 5 Prozent zu und erreichte damit ein Rekordhoch.

Vor allem mit der Instandhaltung von V2500-Triebwerken für die Airbus-A320-Familie macht MTU gute Geschäfte. «Im Gesamtjahr dürfte der Ersatzteilumsatz stärker ansteigen als bisher angenommen, der Umsatz des zivilen Seriengeschäfts etwas weniger stark», sagte Winkler. Wichtigste Pfeiler im zivilen Triebwerksgeschäft sind das V2500, das stark nachgefragte kerosinsparende Getriebefan-Triebwerk für die A320-neo sowie das GEnx-Triebwerk für den Boeing-Dreamliner und den Jumbo.

Im weit kleineren militärischen Triebwerksgeschäft, das vor allem auf dem Eurofighter beruht, ist der Umsatz im laufenden Jahr deutlich gesunken. Insgesamt erwartet MTU für dieses Jahr einen Umsatzanstieg um 9 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro.

MTU hat an den Instandhaltungs-Standorten Hannover und Ludwigsfelde Personal aufgebaut und beschäftigt jetzt 8700 Mitarbeiter, 4 Prozent mehr als zum Jahresbeginn.