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Schreyer: «Rechte Flanke» hat keinen Einfluss auf Arbeit

München (dpa/lby) – Für Bayerns Integrationsbeauftragte Kerstin Schreyer (CSU) hat die Aussage aus ihrer Partei, man müsse die «rechte Flanke» schließen, keinen direkten Einfluss auf die Integrationsarbeit in Bayern. «Meine Aufgabe hat nichts mit links oder rechts zu tun», sagte Schreyer der Deutschen Presse-Agentur in München. «Das eine ist ja die parteipolitische Fragestellung, das andere ist meine pragmatische Arbeit, die ich leiste.»

Schreyer kritisierte zudem die kategorische Absage der SPD nach der Bundestagswahl an eine Neuauflage der großen Koalition. «Es ist nicht nachvollziehbar», sagte sie. Viele Menschen äußerten ihr gegenüber Unverständnis darüber. Das wolle sie der Integrationsbeauftragten des Bundes, Aydan Özoguz (SPD), die sie am Freitag auf der Konferenz der Integrationsbeauftragten in Bayern trifft, auch sagen. Darüber hinaus sei sie froh, dass Özoguz komme. Man müsse die gute gemeinsame Integrationsarbeit weiter vorantreiben.

Am Freitag findet die erste bayerische Konferenz der Integrationsbeauftragen sowie der Ausländer- Migrationsräte in München statt. Auf der Konferenz tauschen sich die Teilnehmer unter anderem zu Deradikalisierung im Bereich Salafismus und Integrationsprojekten aus. Neben Özoguz und Schreyer nimmt auch die Integrationsministerin Emilia Müller (CSU) teil.