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Pronold: SPD darf Obergrenze nicht akzeptieren

München (dpa/lby) – Die SPD darf nach Ansicht ihres bayerischen Spitzenkandidaten Florian Pronold nach der Bundestagswahl keinen Koalitionsvertrag mit einer Flüchtlings-Obergrenze unterschreiben. «Bei der Flucht vor politischer Verfolgung kann und darf es schlichtweg keine Obergrenze geben. Das ist nicht nur verfassungsrechtlich falsch, man kann doch keinem Menschen erklären, dass er als 200 001 Flüchtling wieder als Kanonenfutter zurückgeschickt wird», sagt der 44-jährige Niederbayer im dpa-Interview.

«Worüber wir aber reden müssen – und was die Union seit Jahrzehnten negiert – ist ein Einwanderungsrecht», betonte Pronold. Es müsse auch aus wirtschaftlichen Gründen legale Möglichkeiten geben, nach Deutschland zu kommen. «Bislang landen diese Menschen im Topf mit Asylbewerbern. Es wäre ein Gebot der Klugheit, die Felder zu trennen.»