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Prozess um mumifizierte Leiche

München (dpa/lby) – Im Prozess um eine ermordete Frau, deren mumifizierte Leiche in München ausgegraben wurde, hat der Verteidiger eines Hauptangeklagten für eine «angemessene Strafe» für seinen Mandanten plädiert. Der Tathergang sei unklar, erklärte Rechtsanwalt Oskar Derkacz am Mittwoch. Zudem sei seinem Mandanten, dessen Lebensgefährtin das Opfer gewesen war, kein Motiv nachzuweisen. Zwei Hauptangeklagte müssen sich wegen Mordes in Mittäterschaft, drei weitere Männer wegen vorsätzlicher Körperverletzung sowie gemeinsamer Strafvereitelung vor dem Landgericht München I verantworten. Ein Urteil sollte noch am Nachmittag verkündet werden.

Die Staatsanwaltschaft hatte für die beiden Hauptangeklagten lebenslange Haft gefordert. Sie wirft den Männern vor, die Frau nach einem Streit misshandelt und mit mehreren Hammerschlägen auf den Kopf getötet zu haben. Im Anschluss sollen sie die Leiche mit weiteren Komplizen in einem Schacht auf einem alten Münchner Firmengelände verschwinden lassen haben. Etwa ein Jahr später wurde die Leiche bei Bauarbeiten ausgegraben.