Rechtsrockkonzert kann nicht verboten werden

Rechtlich sei auch gegen das kommende Rechtsrock-Konzert in Themar im Kreis Hildburghausen nichts zu machen. Das hat Hildburghausens Landrat Müller Radio EINS mitgeteilt. Die Veranstaltung stehe unter dem Schutz des Versammlungsrechts.

Der Frust darüber, dass Themar in den letzten Monaten überwiegend mit den Neonazi-Konzerten in Verbindung gebracht wurde, war dem Landrat deutlich anzuhören. Bereits im Juli hatte es auf demselben Gelände zwei Rechtsrock-Konzerte gegeben. Zu der größeren der beiden Veranstaltungen waren rund 6000 Besucher gekommen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort um die Lage abzusichern. In etwa 90 Fällen wird gegen Teilnehmer ermittelt. Zum Beispiel zeigten Konzert-Besucher den Hitlergruß oder trugen verbotene Zeichen, wie Hakenkreuze oder SS-Runen. Auch am Samstag wird die Polizei wieder vor Ort sein und die Veranstaltung im Auge behalten.