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Reuter zu Krug-Absetzung: Wichtig, Dingen nachzugehen

München (dpa) – Stefan Reuter vom FC Augsburg hat nach der Trennung von Videobeweis-Projektleiter Hellmut Krug das konsequente Vorgehen des DFB begrüßt. «Die schnelle Entscheidung hat mich auch überrascht. Es ist ein katastrophales Zeichen und schon krass, dass er von allen Ämtern enthoben wurde. Ich weiß nicht, was an den Anschuldigungen dran ist. Es ist aber wichtig, dass man Dingen nachgeht, und dass dann auch Konsequenzen gezogen werden», sagte der FCA-Manager in der Sendung «100 Prozent Bundesliga» bei RTL Nitro.

Der Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten, ein Befürworter des Videobeweises, hatte in der Debatte um die Modifizierung dieses technischen Hilfsmittels für die Schiedsrichter zuletzt einen runden Tisch gefordert. Auch beim 1:1 seiner Augsburger am Samstag gegen Bayer Leverkusen hatte es eine Irritation gegeben.

«Wir wollen alle den Videobeweis, weil die klaren Fehlentscheidungen weg sollen. Aber für mich gehen die Schiedsrichter noch nicht souverän damit um. Dabei muss der Schiedsrichter der starke Mann auf dem Platz bleiben», forderte Reuter.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte Krug am Montag entmachtet. Zuvor waren Vorwürfe laut geworden, dass dieser als Projektleiter Videobeweis und Supervisor beim Bundesligaspiel VfL Wolfsburg gegen Schalke 04 zweimal in die Entscheidung des zuständigen Video-Assistenten eingegriffen habe.

Beide Entscheidungen kamen laut «Bild am Sonntag» Schalke zugute, aus dessen Stadt Gelsenkirchen der frühere FIFA-Referee kommt. Krug und der beteiligte Video-Assistent Marco Fritz wiesen das jedoch zurück. Die Degradierung Krugs steht laut DFB nicht im direkten Zusammenhang mit den nicht bestätigten Anschuldigungen.