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Rummenigge und Hoeneß würdigen Hopfner

München (dpa) – Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge haben die Verdienste des scheidenden Präsidenten Karl Hopfner beim FC Bayern gewürdigt. «Karl ist quasi der Schöpfer des FC-Bayern-Wirtschaftswunders, ein Ludwig Erhard ohne Zigarre», sagte Vorstandschef Rummenigge im «Bayern Magazin». Hopfner war Anfang Mai 2014 als Präsident eingesprungen und auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung gewählt worden, nachdem Hoeneß nach seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung seine Ämter beim deutschen Fußball-Rekordmeister niedergelegt hatte.

«Es war ein glücklicher Umstand, dass sich der FC Bayern im Frühjahr 2014 dazu entschieden hat, Karl nach meiner Verurteilung das Amt des Präsidenten zu übertragen», sagte Hoeneß. «Es war eine glückliche Fügung, dass mit Karl jemand zur Verfügung stand, der jede Zahl und jeden Vorgang genauestens kannte. Der Verein war bei Karl in guten Händen.»

Hopfner war über drei Jahrzehnte für den Club tätig, die meiste Zeit hauptamtlich. Seinen Rückzug aus dem Vorstand Ende 2012 begründete der Finanzexperte auch mit gesundheitlichen Gründen.

«Ich möchte jetzt einfach mehr Zeit für andere Dinge haben», sagt Hopfner nun, der für Hoeneß als Präsident wieder Platz macht und gerne für den langjährigen Weggefährten eingesprungen war. «Als mich der Verwaltungsbeirat gebeten hat, das Präsidentenamt zu übernehmen, zögerte ich nicht lange. Ich kann mir für die Zukunft aber nicht vorstellen, noch einmal so eine zeitintensive Position zu übernehmen. Außerdem werde ich auch nicht jünger», sagte der 64-Jährige.