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Schilddrüsen-Kontrolle von Schwangeren muss in Mutterpass

Würzburg (dpa) – Fast die Hälfte der Schwangeren und stillenden Mütter in Europa leidet Experten zufolge unter einer mangelhaften Jodversorgung. Das kann fatale Auswirkungen auf die Schwangerschaft und das ungeborene Kind haben. «Trotzdem taucht das Thema Schilddrüse im Mutterpass nicht auf. Es bleibt an den Frauen hängen, selbst daran zu denken und das funktioniert nicht immer», sagte Dagmar Führer, Direktorin der Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen am Universitätsklinikum Essen, am Mittwoch am Rande des Endokrinologie-Kongresses in Würzburg.

Fachleute für Hormone und Stoffwechsel-Erkrankungen treffen sich noch bis Freitag in Nordbayern, um sich über neue Entwicklungen, Forschungen und Therapiekonzepte auszutauschen. Mit mehr Aufklärung und einer Verankerung des Tests im Mutterpass könnten Führer zufolge viele Komplikationen während der Schwangerschaft verhindert werden. «Bei einer schweren Unterfunktion hat das auch Folgen für den IQ des Kindes. Das sind Dinge, die leicht zu vermeiden sind.»