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Schon mehr als 3000 Flüchtlinge aus Bayern abgeschoben

München (dpa/lby) – Die bayerischen Ausländerbehörden haben in diesem Jahr bereits mehr als 3000 abgelehnte Asylbewerber in ihre Heimatländer abgeschoben. Nach Angaben des Innenministeriums vom Mittwoch stammt der Großteil der Menschen aus den Ländern des westlichen Balkans. Die Behörden chartern für die Abschiebungen oft ganze Flugzeuge: Bereits 49 Mal verließen heuer Maschinen mit abgelehnten Asylbewerbern den Münchner Flughafen. Auch am Mittwoch wurden wieder 56 abgelehnte Asylbewerber aus dem Kosovo und aus Albanien mit einem Flugzeug in ihre Heimatländer gebracht.

«Unser Asylrecht kann letztlich nur dann funktionieren, wenn abgelehnte Asylbewerber auch so rasch wie möglich in ihre Heimatstaaten zurückkehren», betonte Minister Joachim Herrmann (CSU). Daran müssten Bund und Länder auf allen Ebenen intensiv weiterarbeiten, der Bund insbesondere an tragfähigen Rückübernahmeabkommen mit den Herkunftsländern.