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CSU-Chef Seehofer startet zu Treffen mit Putin

München (dpa) – Die seit Jahren wegen des Krim-Konflikts andauernden Handelssanktionen zwischen Russland und der EU stehen im Mittelpunkt der Reise von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer nach Moskau. «Ich möchte nicht in einer Welt leben, die sich gegenseitig mit Sanktionen überzieht», sagte der CSU-Chef am Mittwoch vor der Abreise in München. Klar sei aber auch, dass die Sanktionen nicht «um jeden Preis» beendet werden könnten, sondern «dass dafür auch die Russen etwas tun müssen», etwa die vollkommene Umsetzung des sogenannten Minsker Abkommens, welches einen dauerhaften Waffenstillstand voraussetze.

Mit seiner Reise in die russische Hauptstadt greift Seehofer jenen Gesprächsfaden wieder auf, den er zuletzt im Februar 2016 bei seinem bislang letzten Treffen mit Putin gelegt hatte, der aber auch angesichts der Abschottungspolitik der USA von immer größerer Bedeutung ist. Damals hatte der Ruf nach einem absehbaren Ende der gegenseitigen Sanktionen dem CSU-Chef viel Ärger eingebracht – inzwischen vertreten diese Position aber auch Politiker anderer Parteien, darunter Außenminister Sigmar Gabriel (SPD), der erst vor einer Woche in Moskau zu Gast war.