© Daniel Karmann

Tödlicher Familienstreit: Neun Jahre Haft gefordert

Schweinfurt (dpa/lby) – Im Schweinfurter Prozess gegen einen 52-Jährigen, der den Cousin seiner Ex-Frau getötet haben soll, hat die Staatsanwaltschaft neun Jahre Haft gefordert. Der Angeklagte solle wegen Totschlags verurteilt werden, forderte der Anklagevertreter in seinem Plädoyer am Mittwoch am Landgericht Schweinfurt. Das Urteil sollte noch im Laufe des Tages verkündet werden.

Die Verteidigung des Angeklagten forderte eine deutlich geringere Gefängnisstrafe – ohne ein genaues Strafmaß zu benennen. Zudem solle der 52 Jahre alte Alkoholiker eine Entziehung machen müssen.

Der Angeklagte war erst zwei Wochen vor der Tat aus dem Gefängnis entlassen und von dem späteren Opfer aufgenommen worden. Zusammen mit dem 54-Jährigen habe er am Tatabend drei Flaschen Wodka und drei Flaschen Wein getrunken. Ein Gutachten bestätigte den Vollrausch der Männer. Laut Anklage hat der 52-Jährige, obwohl er nur Sandalen trug, so stark auf das Opfer eingetreten und -geschlagen, dass der 54-Jährige an den Verletzungen starb.