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Verleger Fleissner im Alter von 88 Jahren gestorben

München (dpa/lby) – Der Verleger Herbert Fleissner ist tot. Der 88-Jährige sei am Freitag in München gestorben, teilte die Verlagsgruppe Langen Müller Herbig am Mittwoch mit.

1952 hatte der Sudetendeutsche in München einen Buchversand und einen literarischen Verlag gegründet. Später baute er die Verlagsgruppe auf und bot Autoren unterschiedlichster Couleur eine Plattform. Als «Verleger der alten Schule» erlebte er die Blütezeit der Buchverlage und prägte sie mit bekannten und beliebten Autoren wie Ephraim Kishon, Alexander Solschenizyn und Selma Lagerlöf über viele Jahre aktiv mit. Auch Politiker wie Willy Brandt, Erich Mende sowie der Historiker Ernst Nolte veröffentlichten bei ihm. Für sein Wirken erhielt Fleissner zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen.

In den vergangenen Jahren lebte Fleissner mit seiner Frau Gisela zurückgezogen in der bayerischen Landeshauptstadt. Mit dem 88-Jährigen «verlässt uns eine überragende Verlegerpersönlichkeit, die eine ganze Epoche der Verlagsbranche mitgestaltet hat», teilte der Verlag weiter mit. «Wir verlieren einen engagierten Buchmenschen, der sich immer für seine Autorinnen und Autoren und deren Themen eingesetzt hat. Wir werden ihn vermissen.»