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Wasserkraftwerk in den Alpen würde viele Fische töten

Augsburg (dpa/lby) – Ein geplantes Wasserkraftwerk in den Allgäuer Alpen würde nach Einschätzung von Gutachtern zahlreiche Fische des Wildbachs Ostrach töten. In einem Prozess um die Genehmigung des Kraftwerks vor dem Verwaltungsgericht Augsburg sagte ein Fischereiexperte am Dienstag, dass je nach Art der Fische bis 20 Zentimeter lange Tiere in die Turbine gezogen würden und dort umkämen. Auch ein Vertreter des Wasserwirtschaftsamts wies auf massive Folgen für die Fischpopulation und generell auf die Verschlechterung des ökologischen Zustands der Ostrach hin.

Seit Jahren schwelt der Streit um das Wasserkraftwerk in einem Naturschutzgebiet bei Bad Hindelang. Der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz (CSU) hatte das Projekt genehmigt, obwohl auch seine Behörde von einer Verschlechterung des Gewässerzustands ausgeht – das Interesse am Ausbau der regenerativen Energie sei aber höher zu gewichten.

Der Bund Naturschutz und der Landesbund für Vogelschutz haben gegen das Projekt geklagt. Es beeinträchtigt nach ihrer Ansicht massiv das angrenzende Naturdenkmal Eisenbreche, eine tiefe Felsschlucht, durch die die Ostrach fließt.