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Zschäpe will kommende Woche zum Fall Peggy aussagen

München (dpa/lby) – Die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe soll am Donnerstag kommender Woche im NSU-Prozess Fragen des Gerichts über das 2001 verschwundene Mädchen Peggy beantworten. Das hat der Vorsitzende Richter Manfred Götzl am Donnerstag in München angekündigt. Der Termin sei mit Zschäpes Verteidiger Mathias Grasel vereinbart. Grasel hatte schon gesagt, dass Zschäpe nicht persönlich sprechen, sondern ein Anwalt ihre Antworten verlesen werde.

Peggy war im Mai 2001 im oberfränkischen Lichtenberg verschwunden. Erst 15 Jahren später waren in einem Waldstück in Thüringen sterbliche Überreste des Mädchens gefunden worden. An einem Spur vom Fundort stießen die Ermittler auch auf DNA des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt. Ungeklärt ist allerdings, ob diese Spur unmittelbar von Böhnhardt stammt oder beispielsweise über verunreinigte Ausrüstung der Polizei dorthin gelangte.

Zschäpe ist die Hauptangeklagte im NSU-Prozess am Oberlandesgericht München. Sie lebte fast 14 Jahre mit Böhnhardt und Uwe Mundlos im Untergrund. In dieser Zeit sollen die beiden Männer zehn Menschen ermordet haben, bis auf einen Fall aus fremdenfeindlichen Motiven.