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Sandhausen schafft Klassenerhalt: Knipping schwer verletzt

Sandhausen (dpa/lsw) – Dem SV Sandhausen ist der Verbleib in der 2. Fußball-Bundesliga nicht mehr zu nehmen. Trotz einer 0:2 (0:1)-Heimniederlage am Sonntag gegen Aufsteiger 1. FC Nürnberg kann der Tabellenelfte mit 42 Punkten am 34. Spieltag nicht mehr auf einen Abstiegs- oder den Relegationsplatz abrutschen, weil die Mannschaften dahinter in der Tabelle am letzten Spieltag teilweise gegeneinander spielen und sich damit die Punkte wegnehmen. Die Nürnberger Tore erzielten Hanno Behrens (38. Minute) und Tim Leibold (75.).

Vor 12 537 Zuschauern ergaben sich in der ersten Halbzeit des intensiven Spiels zunächst kaum Torchancen. Eine davon nutzte allerdings Behrens per Kopf zum 0:1 und versetzte die etwa 8000 bis 9000 mitgereisten Fans aus Nürnberg in Partystimmung. Nach der Pause begannen die Sandhäuser stark und kamen durch einen Kopfball von Rurik Gislason (67.) fast zum Ausgleich. Einen Konter der Nürnberger schloss dann aber Leibold zum 0:2 ab.

Wenige Minuten vor dem Abpfiff verletzte sich der Sandhäuser Tim Knipping schwer. Der Spieler habe sich den Unterschenkel gebrochen und sei mit einem Rettungshubschrauber in einer Klinik nach Ludwigshafen geflogen worden, sagte Sandhausen-Geschäftsführer Otmar Schork nach dem Spiel. «Wir stehen alle unter Schock», sagte Schork.

Nach Angaben von Sandhausen-Trainer Kenan Kocak ist Knippings Verletzung bereits der achte Knochenbruch in seinem Team in der laufenden Saison. Er habe großen Respekt vor der Mannschaft, dass sie trotz der diversen Verletzungen die Klasse gehalten habe. Sandhausen war in den letzten Wochen in Abstiegsgefahr geraten, nur eins der vergangenen acht Spiele konnten die Sandhäuser gewinnen.

Am letzten Spieltag der Saison ist Sandhausen in Bielefeld zu Gast. Für die Ostwestfalen geht es in dem Spiel um nichts mehr, da sie am 33. Spieltag mit 0:1 beim FC St. Pauli unterlagen und so Holstein Kiel, das einen Punkt bei Fortuna Düsseldorf holte (1:1), nicht mehr vom dritten Rang verdrängen können. Sandhausen könnte mit einem Sieg hingegen noch einen einstelligen Tabellenplatz erreichen – das wäre das beste Saisonergebnis der Vereinsgeschichte.