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«Club» will «fleißig punkten»: Schäffler meldet sich zurück

Nürnberg (dpa/lby) – Der «Cheffe» ist zurück. Der 1. FC Nürnberg kann im Heimspiel gegen den FC St. Pauli wieder auf seinen schmerzlich vermissten Topangreifer Manuel Schäffler zurückgreifen. Der mit acht Treffern beste Stürmer der Franken in der 2. Fußball-Bundesliga musste nach einem Daumenbruch vor knapp zwei Wochen operiert werden und legte danach eine Zwangspause ein.

Mittlerweile ist Schäffler wieder komplett im Training und mit einer Schiene am Daumen auch belastbar, wie Trainer Robert Klauß am Freitag sagte. Die letzte Entscheidung über einen Einsatz liegt beim 32-Jährigen, der gerne mal «Cheffe» gerufen wird, selbst. «Im Endeffekt kann es nur der Manuel selber beantworten», sagte Klauß. «Er gibt uns das Signal, dass er komplett befreit aufspielen kann. Das hat man auch im Training gesehen, dass er das kann.»

Klauß verwies zugleich darauf, dass sich Schäffler einer schwerwiegenden Operation habe unterziehen müssen. Deshalb werde man natürlich auch noch das Abschlusstraining am Samstag abwarten, wenn es richtig in die Zweikämpfe gehen würde. «Er ist ein Spieler, der alt und erfahren genug ist, das einzuschätzen», befand Klauß.

So wichtig Schäffler als wuchtiger Sturmarbeiter ist, den ersten Sieg in diesem Fußball-Jahr in Darmstadt (2:1) vor einer Woche holte der «Club» ohne den emsigen Angreifer. «Mut und Selbstvertrauen» habe dieser Erfolg beschert, sagte Klauß nach zuvor sechs sieglosen Partien seit der Winterpause. «Jetzt geht es darum, dass wir punkten», und zwar «fleißig punkten».

Das Heimspiel gegen die nur einen Punkt schlechteren Hamburger hat auch tabellarisch große Bedeutung. «Wir haben die Chance, St. Pauli zu distanzieren und uns eventuell von unten abzusetzen», erklärte Klauß vor dem 21. Spieltag.

Offensivspieler Robin Hack wird dagegen wie schon in Darmstadt wegen Problemen mit dem Sprunggelenk fehlen. Felix Lohkemper macht nach seiner muskulären Verletzung im Adduktorenbereich nur kleine Fortschritte.

Auf der rechten Verteidigerposition ist «Club»-Coach Klauß zum Improvisieren gezwungen. Oliver Sorg fehlt wegen einer Roten Karte, Kapitän Enrico Valentini wegen einer Zerrung im Oberschenkel. Die defensivere Variante auf dem Posten ist Noel Knothe, eine offensivere wäre Tim Latteier.

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