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18 mutmaßliche Schleuser festgenommen: gefährliche Aktionen

Rosenheim/Timişoara (dpa) – Sie sollen für gefährliche Schleusungen von rund 200 Migranten in Lkw-Aufliegern verantwortlich sein: Rumänische und deutsche Strafverfolgungsbehörden haben am Dienstag 18 mutmaßliche Schleuser in Rumänien vorläufig festgenommen. Ausgangspunkt seien Ermittlungen in Rosenheim und München gewesen, teilte die Bundespolizei am Mittwoch mit.

Rosenheimer Ermittlern waren demnach Ende vergangenen Jahres mehrere Schleusungen auf Lastwagen aufgefallen, die nach demselben Muster abliefen. Die Schleuser hätten wiederholt dafür gesorgt, dass kleinere Gruppen afghanischer Staatsangehöriger in Rumänien unbemerkt in Lkw-Auflieger gelangten. Im Bereich der Autobahn 8 nahe Rosenheim seien die Migranten dann beim Entladen der Auflieger oder während der Pausen der Lkw-Fahrer von den Ladeflächen gesprungen.

Auf den Lastwagen hätten sie unter lebensgefährlichen Bedingungen ausharren müssen. So waren sie laut Bundespolizei etwa zwischen der transportierten Ladung wie Paletten oder Baumstämmen tagelang bei Kälte unterwegs. Für den Toilettengang habe es nur Plastikflaschen gegeben.

Den Ermittlungen zufolge hatten die Lkw-Fahrer während ihrer Schlafpausen in Rumänien nichts von den illegalen Schleusungen mitbekommen.

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