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3613 Bauern in Bayern beantragen Dürrehilfe

München (dpa/lby) – In Bayern haben heuer 3613 Landwirte einen Antrag auf die Dürrehilfe des Freistaats gestellt. «Die Nachfrage entsprach unseren Erwartungen», teilte ein Sprecher des bayerischen Landwirtschaftsministeriums am Mittwoch mit.

Bis Mitte November konnten Bauern, die nach dem trockenen Sommer Futter für ihre Tiere zukaufen mussten, die finanzielle Unterstützung der Staatsregierung beantragen. Insgesamt standen 20 Millionen Euro zur Verfügung, pro Betrieb war eine Förderung von bis zu 50 000 Euro möglich. Das Geld soll noch in diesem Jahr ausbezahlt werden. Abgesehen von Brandenburg war Bayern das einzige Bundesland, das eine Futterkostenbeihilfe aus Landesmitteln angeboten hat.

Bauern, die wegen der Dürre massive Ernteeinbußen erlitten, können jetzt auch Hilfe aus dem Bund-Länder-Hilfeprogramm beantragen. Wie das Landwirtschaftsministerium in München weiter mitteilte, ist die Antragstellung bis zum 19. Dezember möglich. Insgesamt hat der Bund für ganz Deutschland bis zu 170 Millionen Euro bereitgestellt. Rund zehn Millionen Euro entfallen davon auf die Bauern im Freistaat, der Freistaat steuert Mittel in gleicher Höhe bei.

Im Unterschied zur Dürre-Soforthilfe des Freistaats ist das Bund-Länder-Programm an strenge Kriterien gebunden. Um diese vorab prüfen zu können, gibt es für die Antragsteller im Internet eine Checkliste. Grundsätzlich kann der Dürreschaden innerhalb festgelegter Grenzen bis zur Hälfte ausgeglichen werden.