Blick auf die Gäste im Festspielhaus bei der Eröffnung der 76. Bregenzer Festspiele., © Dietmar Stiplovsek/APA/dpa

76. Bregenzer Festspiele beginnen

Das Streben nach Fundraising und privatem Sponsoring für Kultur-Events sieht der Präsident der Bregenzer Festspiele, Hans-Peter Metzler, kritisch. «Auf Biegen und Brechen Geld zu beschaffen», sei ein zweischneidiges Schwert, sagte Metzler am Mittwoch bei der Eröffnung der Festspiele. Es sei vielmehr eine zentrale Aufgabe des demokratischen Staates, «Kunst und Kultur in ihrer Freiheit nicht nur zu schützen und zu sichern, sondern ebenso wie die Bildung grundsätzlich und bewusst zu fördern».

Nach Überzeugung der österreichischen Staatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) kann die Kunst helfen, scheinbare Unausweichlichkeit zu überwinden. Frauenfiguren aus den diesjährigen Festspiel-Produktionen zeigten, wie tiefste Emotionen zu übermenschlichem Handeln motivieren könnten. Die Stücke forderten die Zuschauer auf, über sich selbst zu reflektieren. «Es ist diese Kraft, die der Kunst eigen ist», so die für Kunst zuständige Staatssekretärin.

Bis 21. August stehen bei den 76. Bregenzer Festspielen rund 80 Veranstaltungen auf dem Programm, für die 220.000 Karten aufgelegt wurden. Rund 90 Prozent der Tickets waren zu Festspiel-Beginn bereits gebucht. Viele Besucher kommen aus Deutschland. Zum künstlerischen Auftakt des Festivals war am Mittwochabend die Premiere von Giacomo Puccinis «Madame Butterfly» auf der Seebühne geplant.