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97 Prozent der Haushalte in Bayern haben schnelles Internet

München (dpa/lby) – Rund 97 Prozent der bayerischen Haushalte sind inzwischen an das schnelle Internet angebunden. «Nach Abschluss der laufenden Projekte werden es sogar 99 Prozent sein», sagte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU) am Donnerstag in einer Sitzung des Wirtschaftsausschusses des Landtags in München. Mehr als 54 000 Kilometer neue Glasfaserleitungen seien dann dank staatlicher Förderung im Freistaat verlegt.

Konkret bedeutet dies, dass den Angaben zufolge 97,1 Prozent der Haushalte mindestens über eine Leitungsgeschwindigkeit von 30 Mbit pro Sekunde verfügten, bei 95 Prozent seien es 50 Mbit und bei 87,4 Prozent gar mindestens 100 Mbit.

«Der Breitbandausbau ist das erfolgreichste Infrastrukturprojekt der letzten Jahre im Freistaat», betonte Füracker. In keinem anderen Bundesland gebe es eine höhere Ausbaudynamik. Freistaat und Kommunen würden sich dabei auf freiwilliger Basis engagieren, denn eigentlich sei dies vorrangig Aufgabe der Netzbetreiber und des Bundes. «Eine gute Versorgung mit schnellem Internet ist Grundvoraussausetzung für modernes Arbeiten, Homeoffice und Homeschooling.»

Bayern habe für den Ausbau bereits mehr als 1,2 Milliarden Euro Fördergeld für mehr als 3000 Projekte im ganzen Land fix zugesagt. «Die meisten sind schon abgeschlossen, die restlichen befinden sich gerade in der Bauphase», sagte Füracker. Seit 2014 seien landesweit durch Freistaat, Kommunen und Kommunikationsunternehmen mehr als 2,6 Millionen unversorgte Haushalte erstmals mit mindestens 50 Mbit/s erschlossen worden. Zudem seien fast die Hälfte aller Gewerbestandorte mit einem Gigabit-Anschluss ausgestattet worden.

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