A 73: Rollendes „Pulverfass“ aus dem Verkehr gezogen

 

Ein fahrendes „Pulverfass“ hat die Polizei gestern (15.10.) Abend auf der A73 bei Ebersdorf bei Coburg aus dem Verkehr gezogen. Schon als die Beamten dem Fahrer signalisierten zu folgen, verhielt dieser sich merkwürdig und stoppte den Sattelzug mit türkischer Zulassung kurz in der Autobahnabfahrt.

Im Fahrerhaus stellten die Experten der Verkehrspolizei fest, dass die Stromversorgung an diversen Anzeigen des Armaturenbretts und eines anderen Kontrollgeräts ständig unterbrochen war. Das digitale Mautgerät war komplett ohne Strom. Und auch andere Instrumente zeigten gar nichts an – auch nicht, wie viel Sprit im Laster war. Dafür fanden die Polizisten einen nicht gesicherten Gaskocher in der Fahrerkabine, der bei einem Unfall leicht hätte explodieren können. Die Maut war offenbar geprellt worden. Bei einer näheren Kontrolle des Sattelzugs stellte sich auch noch heraus, dass alle vier Bremsscheiben gerissen waren. Weil die Abgasanlage manipuliert war, verlor der LKW die Lizenz für den gewerblichen Verkehr in der EU. Auf den Fahrer und das Unternehmen kommen nun diverse Ermittlungsverfahren zu.

 

Foto: Verkehrspolizei