© Armin Weigel

Ab Herbst: Münchner Schüler können Tschechisch wählen

München (dpa/lby) – Gymnasiasten aus dem Raum München können vom neuen Schuljahr an in der elften Klasse Tschechisch als spätbeginnende Fremdsprache wählen. Sylvia Stierstorfer, Beauftragte der Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, nannte das Angebot einen Meilenstein. An tschechischen Schulen sei Deutsch als Fremdsprache längst ein etabliertes Fach. «Umso wichtiger, dass wir umgekehrt nun Tschechisch auch an unseren Schulen anbieten», sagte Stierstorfer in München.

Schulische Angebote für Tschechisch gibt es in Bayern bereits, vor allem nahe der Grenze zum Nachbarland. So biete etwa die Hälfte der Realschulen in der Oberpfalz die Sprache als Wahlfach an, hieß es aus dem Kultusministerium. An den Realschulen in Wunsiedel, Vohenstrauß und Waldsassen können die Jugendlichen Tschechisch zudem als zweite Fremdsprache wählen. Und das Gymnasium im niederbayerischen Zwiesel hat das Fach laut Ministerium bisher als spätbeginnende Fremdsprache unterrichtet. An den Gymnasien stehe die Sprache allerdings in starker Konkurrenz. Die meisten wählten Spanisch und Italienisch.

Ab Herbst 2021 soll am Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium ein Sammelkurs für Schülerinnen und Schüler aus München und Umgebung starten. Dafür gebe es auch noch freie Plätze, sagte Stierstorfer. Das Angebot richte sich vor allem an Jugendliche mit Tschechisch als Muttersprache. Sie könnten darin etwa ihr mündliches Abitur ablegen. Auch für Andere sei es eine Chance, die Sprache eines Landes zu erlernen, das Bayern so nahestehe, wie kaum ein anderes.

© dpa-infocom, dpa:210326-99-977391/2