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Abkürzung über Gleise: Jugendliche legen Bahnverkehr lahm

München (dpa/lby) – Vier Jugendliche haben in München eine lebensgefährliche Abkürzung über Gleise genommen und den Zugverkehr zwischen Hauptbahnhof und Ostbahnhof zeitweise zum Erliegen gebracht. Verletzt wurde dabei niemand, wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte. Der Lokführer eines mit rund 300 Passagieren besetzten Railjets habe die Jugendlichen am Montagabend im Nachbargleis gesehen und aus Angst, einen der Jugendlichen angefahren zu haben, eine Schnellbremsung eingeleitet.

Mehrere Streifen der Landes- und Bundespolizei sowie Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten daraufhin an. Vor Ort trafen die Polizisten auf zwei 15 und 16 Jahre alte Mädchen. Etwas später stellten sich der Polizei auch deren ebenfalls 15 und 16 Jahre alten Begleiter, die zunächst weggerannt waren. Alle vier wurden ins Revier der Bundespolizei gebracht, wo ihre Eltern sie abholten.

Bei zahlreichen Zügen und S-Bahnen kam es laut Bundespolizei zu Verspätungen. Sie warnte vor dem lebensgefährlichen Betreten von Gleisen. Die vier Jugendlichen müssen sich nun wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr verantworten.