Ein Rotmilan fliegt über einem Acker., © Boris Roessler/dpa/Symbolbild

Acht Greifvögel in Oberfranken vergiftet

Im Landkreis Coburg sind mehrere Greifvögel mit Ködern vergiftet worden. Insgesamt sechs tote Rohrweihen, eine Rabenkrähe und ein Rotmilan starben in den vergangenen Wochen, wie der Landesbund für Vogelschutz Bayern (LBV) am Donnerstag mitteilte. Außerdem seien dem LBV zwei tote Hühner gemeldet worden, die vermutlich als Köder benutzt wurden.

Die Greifvögel hätten von den mit der Substanz E605 vergifteten Hühnern gefressen. «Meine Einschätzung ist, dass ein Hühnerhalter aus der Region mit den präparierten Hennen einen Fuchs loswerden wollte», so ein Sprecher des LBV Coburg. Immer wieder würde es in Bayern zu Vergiftungsfällen kommen – manchmal seien es Straftaten, manchmal Unfälle, sagte ein Sprecher des LBV Bayern. «Solche, um es mal so auszudrücken, krassen Fälle wie in Coburg haben wir ganz selten.» Der LBV hat Strafanzeige erstattet.